Brustkrebs

Das häufigste Karzinom bei der Frau ist der Brustkrebs. In Deutschland erkanken jedes Jahr 60.000 Frauen neu am Mammakarzinom. Das ist jede 8. Frau. Die Wahrscheinlichkeit daran zu sterben liegt bei 30%, das sind im Jahr fast 20.000 Frauen. Rund ein Drittel der Neuerkrankten sind jünger als 40 Jahre.

Fazit: Die Häufigkeit zu erkranken nimmt immer mehr zu und die Frauen werden immer jünger! 

War der Brustkrebs vor 25 Jahren noch der Krebs der etwas älteren Frauen ab 65 Jahren, so ist heute die jüngste Erkrankte im Kreis Freudenstadt gerade mal 17 Jahre jung. Bis zu seiner Diagnose ist der Krebs bereits 10-15 Jahre gewachsen.

Erklärte ich vor 20 Jahren meinen Patientinnen, dass  in Deutschland jede 20.und in den USA jede 14. Frau diese Erkankung bekommt, so ist es jetzt hier schon jede 8. Frau. Das entspricht einer Zunahme in nur wenigen Jahren um das 2,5-fache.

Prävention = Vorsorge

Das Gute: 50% des Brustkrebsrisikos können wir selbst senken, durch Betreiben von etwas Ausdauersport und einer bewussten Ernährung.

Schuld am Entstehen eines Brustkarzinoms sind zum Einen die meist vielen Fettzellen im Inneren unserer Bauchhöhle. Diese Zellen sind eine gigantische Hormondrüse, die völlig unkontrolliert Östrogene, Wachstumshormone und Entzündungsfaktoren produziert. Auch dauerhaft erhöhtes Insulin, ausgeschüttet durch hohe Blutzuckerspiegel, wirkt auf Tumorzellen wachstumsfördernd.

Zum Anderen ist fehlende Bewegung ebenso ein Hauptfaktor für die Entstehung bösartiger Brust-Tumorzellen.

In unserer Präventionssprechstunde messen wir Ihren Körperfettanteil. In der Ernährungsberatungerfahren Sie, wie Sie ohne große Anstrengung den Einsatz der Insulinspritze verhindern können. Darüber hinaus berechnen wir in unserer Sportberatungden für Sie günstigsten Puls bei moderater körperlicher Betätigung und Sie werden sehen, ganz nebenher nehmen Sie noch ab.

Falls Sie bereits Brustkrebs haben, können Sie durch den richtigen Sport und bewusster Ernährung Ihr Rezidivrisiko um 50% senken. Das ist mehr als durch Chemotherapien, Bestrahlungen oder Antihormonbehandlungen.

Die Wissenschaft kennt heute bereits 11 Wirkstoffe aus dem Pflanzenreich, bei denen eine evidenzgesicherte Datenlage für deren Antikrebswirkung besteht. Aufgeklärt auf molekularer Ebene ist zum Beispiel der Einfluss des EGCG (Epigallocatechingallat) aus Grünem Tee, die Sulfarane des Brokkoli, Inhaltsstoffe des Knoblauchs, der blauen Weintraubenhaut oder des Ingwers.

Diese Wirkstoffe kann man in der Ernährung präventiv einsetzen, aber auch als Medikament  unterstützend  in der Therapie und Nachsorge. 30 % der Frauen beherbergen den Brustkrebs als "zahme,schlafende Hauskatze" ohne Auswirkungen. In 12 % der Fälle kommt es zum Ausbruch der Krankheit.
Wir helfen Ihnen, dass aus der Hauskatze kein "wildes Raubtier" wird!

Früherkennung

Sie selbst können duch regelmäßiges Abtasten Ihrer Brust im Liegen immer am Ende der Menstruationsblutung oder bei Pilleneinnehmerinnen am 1. Tag des neuen Blisters einiges zur Früherkennung beisteuern.

Bei knotigem Drüsengewebe oder größerer Brust ist das Tasten schwierig. Hier empfiehlt sich die nebenwirkungsfreie Brust-Ultraschall-Untersuchung, mit der man durch das Gewebe hindurchschauen kann.

Therapie

Wir arbeiten sehr eng mit dem Brustkrebszentrum am Akademischen Lehrkrankenhaus Freudenstadt und der Universitätsfrauenklinik Tübingen zusammen. Im Kreiskrankenhaus Freudenstadt praktizieren exzellente Operateure und in der Uni Tübingen konzentrieren sich zudem noch viele große Studien, so dass Sie immer auf dem allerneuesten Wissensstand behandelt werden.  Prof. Wallwiener der Chef der Uni-Frauenklinik Tübingen ist gleichzeitig auch der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Senologie(Brustkrebs).

Während einer Chemotherapie gibt es wissenschaftlich abgesicherte Methoden, die Wirksamkeit auf Tumorzellen zu verstärken und den negativen Einfluss auf gesunde Körperzellen zu mildern.

Nachsorge

Ziel ist es, ein Rezidiv oder Metastasen zu verhindern, falls einige Tumorzellen in Ihrem Körper die vorhergegangene Therapie überlebt haben.

Hier wirken die Maßnahmen und pflanzlichen Medikamente aus der Prävention; zusätzlich ist der Aufbau einer guten Immunabwehr, die etwaige Tumorzellen erkennen und vernichten kann, überlebensnotwendig.

Brustkrebs ist eine Herausforderung für Sie als Patient und für mich als Arzt!  Manchmal wird man sehr demütig und klein, wenn das Schicksal bzw. der Weltenlenker anders plant. Trotzdem gibt es heute deutlich mehr und vorallem bessere Werkzeuge in der Behandlung und Nachbehandlung als noch vor 15 Jahren.
Die heute bestehenden Möglichkeiten und Chancen voll auszuschöpfen, das ist mein Anspruch an uns beide!

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